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Pressemitteilung vom 8. August 1994

Trauerbekundung für Karola Bloch / Beisetzung

Im Rahmen der Trauerfeier für die am 31. Juli 1994 verstorbene Architektin und politische Publizistin Karola Bloch würdigte ihr Freund, (Mit-)Herausgeber ihrer Schriften und Verleger, Welf Schröter, deren große Bedeutung für die bundesdeutsche Nachkriegsgeschichte. Ihr Eintreten für Menschenrechte und Demokratie habe gerade in der jungen Generation zu einer "ethisch-moralischen Weichenstellung" beigetragen. Karola Blochs politisches Format sei insbesondere im Jahre 1984 in besonderer Weise erkennbar gewesen, als sie aus Rücksicht auf die Beziehungen zwischen Deutschen, Juden, Polen und Christen auf eine symbolische Alternativ-Kandidatur gegen Richard von Weizsäcker bei der Wahl des Bundespräsidenten verzichtete. Schröter unterstrich den Mut der Verstorbenen, als sie in den dreißiger Jahren als Jüdin im Untergrund gegen den Nationalsozialismus kämpfte. Er ehrte sie als demokratische "Kommunistin im Widerstand".

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